NeutralPN.png
(Homepage)    (Impressum)    (Rechtliches) 
Peter Neise Online
Hobby und Freizeit - Modellbau-Bereich
PNHomepage281_Kopie118.jpg
Karton-Modellbau 1:25

 
Seit meinem 14. Lebensjahr habe ich öfters mal Schiffs- und Flugzeugmodelle aus Karton gebaut. Damals noch mit Modellbaubogen aus dem Wilhelmshavener Verlag. In unregelmäßigen Zeit-Abständen sind immer unterschiedliche Projekte in Angriff genommen worden. Darunter auch welche aus Kunststoff. Das letzte Projekt aus diesem Material war die BR 86 im Maßstab 1:35 von Trumpeter. Das bemerkenswert schönes Modell mit vielen Details kann ich bedenkenlos jedem weiterempfehlen, der gerne in Kunststoff etwas bauen möchte. Die Passgenauigkeit ist sehr gut. Aber es geht noch umfangreicher! Mittlerweile bin ich zu der Kartonbauweise zurückgekehrt und verwende als Grundlage die Baugrösse 1:25. In diesem Format gibt es viel Material der polnischen Hersteller Modelik oder Angraf. Aus diesem übergroßen Angebot interessiert mich alles, was mit dem Thema Eisenbahn verbunden ist. Der große Maßstab ist ein Garant für mächtige Modelle mit allen Details.

Zur Zeit habe ich die Kriegslok BR 52 mit dem Steifrahmentender von Modelik in Arbeit. Insgesamt 2800 Teile wollen zusammengefügt werden. Die Lok hat eine Gesamtlänge über Puffer von fast 92 cm. Siehe auch diese Seite. Ein Projekt welches mir neben den Loksim eine gehörige Portion Entspannung liefert. Es geht nicht darum so ein Modell in kürzester Frist zusammenzubauen, sondern das Bauen an sich bringt die nötige Freude mit sich. Man muss sich auf alle Fälle jeden Bauschritt genau überlegen. Die Bauanleitung steht leider nur in polnischer Sprache zur Verfügung. Dafür sind die Skizzen und Explosionszeichnungen sehr gut wiedergegeben und man kommt gut zurecht.

Leider haben die genannten Hersteller dieser Baugrösse 1:25 keine Gleise im Angebot. Wenn schon eine Lok, die irgendwie zum Ansehen präsentiert wird, sollte sie auch auf Schienen stehen. Ich habe also ein Gleis für diesen Maßstab selbst entwickelt und mit meinem Mediengestalter-Grafik-Programm in Szene gesetzt. Ein Download steht für Interessenten, die auch in dieser Liga 1:25 kämpfen, kostenlos zu Verfügung. Siehe Seite Gleise im Eigenbau.
Modell BR 52 Dampflok
Modell BR 55 Dampflok
Modell T3 Preussische Dampflok
Modell WR 360 Diesellok
Modell Güterwagen
Modellgleise im Selbstbau
Schalter24.png
Schalter24.png
Schalter24.png
Schalter24.png
Schalter24.png
Schalter24.png
Zum Aufrufen der Seiten bitte auf die orangenen Schaltflächen drücken.
Meine Projekte
An dieser Stelle möchte ich keinen Baubericht des erwähnten Bausatzes aufführen, sondern eher meine eigene Technik auf Basis der Pläne des Original-Bausatzes erläutern. Um die notwendige Genauigkeit zu gewährleisten, ist der Erwerb der Original-Bögen zwingend erforderlich. Im Internet gibt es zwar an verschiedenen Stellen kopierte Versionen die illegal mit Scannern produziert wurden, aber alles auf Kosten der Ungenauigkeit. Von diesen Produkten ist auf alle Fälle abzuraten. Natürlich auch mit Rücksicht auf die seriösen Herstellern von solchen Bausätzen.

Ich hatte erwähnt, die Original-Kartons teilweise nicht zu verwenden. Und das aus folgendem Grund: Von den vielen Details sind viele einfach nur aufgedruckt und würden bei einer Neulackierung ohnehin verschwinden. Außerdem könnten viele Details, wie zum Beispiel die Nieten, erhaben dargestellt werden. Hierzu verwende ich Stecknadeln, die durch den Karton durchgesteckt, festgeklebt und hinten abgekniffen werden. Nach der Lackierung sind die Nieten perfekt. So kann man es auch mit kleineren runden Teilen machen. Hierzu verwende ich Zahnstocher, Kupferdraht aus Kabeln oder dickere Schaschlikspiesse. Da mir auch das viele Übereinanderkleben von Karton-Schichten der Original-Pläne missfällt, ist es vorteilhafter, die verwendeten Kartonstärken gleich in der benötigten Dicke bzw. Stärke zu verwenden. Es ist erstaunlich, was so ein Kartonmodell für eine Stabilität bekommt. Die Gefahr etwas abzubrechen ist deutlich geringer, als bei den Plastik-Modellen. Dieser dicke Karton (2 mm und stärker) wird mit einer Laubsäge mit sehr feinen Metallsägeblättern ausgesägt.

Die Übertragung der betroffenen Bauteile geschieht auf Haftpapier. Dieses lässt sich in jedem Laserdrucker ohne Probleme bedrucken und wird anschließend nach Abziehen der Schutzfolie einfach auf den benötigenden Karton aufgeklebt. Die Rückseite kann man vernachlässigen, weil ohnehin später lackiert wird. Es besteht aber immer die Möglichkeit auch die Rückseite mit neutralem Haftpapier zu glätten.

Wie kommt jetzt die benötigte Zeichnung in dem Computer und damit auf dem Laserdrucker? Im Prinzip brauchen wir nur die Linien-Umrisse, auf dem später das Bauteil ausgeschnitten wird. Diese werden konventionell ausgemessen und manuell in einem Grafikprogramm 1:1 im Computer übertragen. Für diese Aufgabe verwende ich mein Arbeitsprogramm als Mediengestalter (Schriftsetzer) QuarkXPress. Nicht jeder hat natürlich so einen Boliden zur Verfügung. Es gehen aber auch Programme wie CorelDraw usw. Vorausgesetzt, man kann mit so einem Programm auch umgehen. Was technisch möglich ist, soll der Download aus den selbst gebastelten Gleisen zeigen. Die Anleitung und auch die Zeichnungen zum Ausdrucken sind von mir mit QuarkXPress erstellt worden. Näheres auf der Seite Gleise im Selbstbau.
IMG_0437.JPG
Für die exakte gerade Linie zum Beschneiden ist ein Fotoschneider wie im dargestelltem Bild sehr vorteilhaft. Meiner kann bis DIN A 4. Ein größeres Format wäre natürlich noch besser. Auf weitere verwendete Werkzeuge wie Stahllineal, Cuttermesser, Schere, Schneidematte usw. möchte ich nicht näher eingehen. Dieses sollte selbstverständlich sein. Auch gibt es hierzu im Internet jede Menge Informationen und ich möchte mich an dieser Stelle nicht wiederholen. Zum Kleben verwende ich das ganz normale UHU aus der gelben Tube mit Lösungsmittel. Das verzieht den Karton nicht, im Gegensatz zu den wasserhaltigen Lösungsmitteln. Das enthaltende Wasser würde den Karon aufweichen und er würde sich wellen.
Als Kartonmaterial kann man viel aus der Verpackungsindustrie benutzen. Da wir später ohnehin lackieren, ist das unerheblich ob irgend etwas mit Produktangaben oder Werbung bedruckt ist. Man kann fast alles an Material gebrauchen, außer verklebte Wellpappe. Das ist wirklich Pappe und unbrauchbar. Ich rede ganz bewusst davon, also nur einschichtigen Karton verwenden.