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Lok-Beleuchtung mit LED

 
Auch der nachträgliche Einbau der Stirnbeleuchtung für eine Lokomotive ist kein Problem. Mit etwas Geschick kann man eine ältere Lok ohne Licht mit LEDs ausrüsten. Ich möchte dieses mal an einer alten Piko E 69 zeigen. Die Lok ist serienmäßig unbeleuchtet. Als Lampen hatte man hier ein glitzernes Glasteinchen in die Laternen-Rahmen eingeklebt. Diese werden vorsichtig ausgehebelt und die Löcher in den Laternen-Rahmen mit einem 3-mm-Bohrer durchbohrt. Dann schneidet man sich aus einer gelochten Rasterplatine ein passendes Stück heraus, welches genau von innen in das Lok-Gehäuse hinter den gebohrten Löchern passt. Durch die Platinen-Löcher werden zwei 3 mm LEDs im Abstand der gebohrten Löcher eingelötet. Dazu noch für jede LED ein kleiner Vorwiderstand
1 Kilo-Ohm. Den Kabel für die Stromversorgung auch mit anlöten. Für den Einbau ins Gehäuse brauchen die LEDs nur in die gebohrten Löcher gedrückt werden. Sie halten in der Regel fest, ohne dass sie geklebt werden müssen. Die Kabel werden an den Schleifern für die zentrale Strromversorgung mit angeschlossen. Bei Digital-Dekodern kann man die Lichtausgänge verwenden. Dann ist noch ein Lichtwechsel für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt möglich. Im folgenden Foto sind die Bauteile und das Endresultat zu sehen. Die obere dritte Licht-Atrappe habe ich ohne Änderungen belassen.
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Links ist das verwendete Material für eine Seite zu sehen, rechts das Ergebnis. Aus der Rasterplatine wird das benötigte Stück herausgeschnitten.
Die Materialkosten sind Cent-Beträge.
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Umbau einer Lokomotive - Anderer Antriebsmotor

Neulich ersteigerte ich bei ebay eine Dampflok BR 01 0505-6 mit der alten Bestellnummer 5/6320 von Piko im H0-Format. An Hand dieser Daten weiß der erfahrene Modellbahner sofort, dass es sich um eine Konstruktion von vor der Wende aus der alten DDR handelt. Die erstandende Lok war offensichtlich ein Vitrinenmodell und daher wie neu. Nicht der geringste Kratzer war zu finden. Auch keine Gebrauchsspuren an den Rädern. Dadurch war auch der Motor quasi unbenutzt. Für den Gebrauch auf meiner Modellbahn-Anlage musste ein Digital-Dekoder eingebaut werden. Der Antrieb ist bei dieser Modellreihe im Tender. Um Platz für den Dekoder zu schaffen, wurde von dem Metallgewicht über der Motorhalterung ein wenig abgefeilt. Kein Problem, der Dekoder passt.. Nach Einbau des Digital-Dekoders war ich mit den Fahreigenschaften dieser Lok unzufrieden. Der Motor gab relativ laute Betriebsgeräusche von sich. Auch die Anfahreigenschaften waren nicht überzeugend. Bevor sich die Lok in Bewegung setzte, war ein kräftiges Brummen zu hören. Ein vorbildgerechtes Langsam-Fahren war trotz Lastreglung nicht möglich.

Was also tun? Ich entschloss mich dazu, die Lok in Eigenkonstruktion umzubauen. Ein anderer Antrieb musste also her. Natürlich mit minimalen Kosten. Der Tender mit dem Antrieb wurde also zerlegt, um die machbaren Möglichkeiten in Augenschein zu nehmen. Das Getriebe und andere Innereien konnten alle so bleiben wie es war. Es brauchte nur der Motor getauscht werden. Ich verwendete einen Standard Mabuchi-Motor für Modellbahnen mit einer einseitigen Welle. Schon bei einem Probelauf vor dem Einbau zeigte sich, dass dieser Motor sehr viel leiser lief als das Original. Der Anschluss am Kragen der Welle war mit dem Piko-Motor identisch und passte genau in die vorhandene Motorbefestigung. Die Antriebs-Achse war etwas kürzer aber noch ausreichend lang, dafür etwas dicker. Das original Antriebs-Zahnrad (Kunststoff) wurde etwas aufgebohrt und passte perfekt auf die neue Motorachse. Allerdings ist der neue Motor von den Abmessungen etwas kleiner. Vor allem kürzer. An der anderen Seite musste also eine zusätzliche Halterung für diesen Motor eingearbeitet werden. Auch hierfür hatte ich ein passendes Plastikteil in meiner Bastelkiste. Man kann das gut auf dem nachfolgenden Foto sehen. Dieses Plastikteil wurde einfach mit etwas Sekundenkleber auf die vorhandene Halterung geklebt. Der neue Motor lässt sich jetzt ohne Probleme in die Halterung einklipsen und sitzt unverrückbar fest. Durch die kleinere Größe ist jetzt auch reichlich Platz für den Dekoder. Dieser wird einfach in den verbleibenen Raum zwischen neuer und alter Motorhalterung geschoben. Auf alle Fälle sollte man einen Dekoder mit Lastregelung verwenden. Dieses sollte heute ohnehin Standard sein. Ich wollte es nur erwähnen. Da die alten Loks alle keine Digital-Schnittstellen haben, müssen also die Kabel konventionell an den Anschlüssen angelötet werden.

Durch diese Maßnahme haben sich die Fahreigenschaften deutlich verbessert. Die Lok ist sehr viel leiser geworden. Allerdings sind Getriebegeräusche immer noch deutlich hörbar. Wer noch mehr will, muß den kompletten Antrieb ersetzen. Für mich reichen bei diesem Loktyp die geschilderten Verbesserungen aus.
NEU - Arduino und Modelleisenbahn

In letzter Zeit habe ich mich mit den Arduinos näher befasst. Es handelt sich hier um Mikro-Controller, die für umfangreiche Elektronik-Schaltungen in allen Bereichen heran gezogen werden können. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen, Größen und Preislagen. Über diese Technik sind schon einige Bücher geschrieben und veröffentlicht worden. Auch im Internet findet man viele Beispiele für Funktionsanwendungen.

In einer Anleitung möchte ich näher auf LED-Techniken und Beleuchtungen speziell für die Modelleisenbahn eingehen. Damit lassen sich viele Lichteffekte und brauchbare Varianten realisieren. Vieles davon gibt es bereits im Zubehörhandel für Modellbahnen zu kaufen. Hier ist alles deutlich teurer als meine dargestellten Alternativen. Allerdings sollte man etwas Bastelgeschick mitbringen und auch vor einem Lötkolben keine Angst haben. In erster Linie geht es mir um die elektronischen Schaltungen und deren Funktion. Wie man das Gehäuse einer z. B. Ampel im Straßenverkehr herstellt, bleibt jedem selber überlassen. Man kann natürlich hier auch auf Zubehör aus dem Modellbahnhandel zu greifen. Um diese ganzen Blinkeffekte wie Ampeln, Baustellenblitz, Polizei und Feuerwehr,  Leuchtreklamen usw. umzusetzen, benötigen wir einen Mikro-Controller den wir für diese Aufgaben einsetzen können. Es handelt sich hier um den relativ kleinen Arduino Nano mit den Abmessungen 44 mm x 18 mm wie im nachfolgenden Foto zu sehen.

Der Stromanschluss erfolgt über einen USB-Mini-Stecker und wird standardmäßig mit 5 Volt Gleichstrom aus einem USB-Netzteil (Smartphone, PC oder auch eine Powerbank) gespeist. Die komplette Platine kostet mit einem USB-Anschlußkabel um die 6 Euro. Im 3er oder 5er Pack ist er deutlich billiger.
Peter Neise Online
Hobby und Freizeit - Modellbahn
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Eingebauter neuer Mabuchi-Motor, hier noch ohne eingebauten Digital-Dekoder und Gewicht zum Beschweren des Tenders
Ausgebauter, nicht mehr verwendeter Piko-Motor
Modellbahn-Bastelecke
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Im folgendem PDF möchte ich für diesen Arduino einige Schaltungen vorstellen. Um Platz auf dieser Website zu sparen, habe ich das PDF erstellt. Es kann hier geöffnet werden. Bitte auf die nächste Zeile klicken:


PDF öffnen
Da die Lok vorn über Beleuchtung verfügt, soll  hier der Einbau von roten Schlusslichtern gezeigt werden. Eine hintere Beleuchtung ist serienmäßig nicht vorhanden. Das Licht ist nur durch drei weiße lackierte Punkte in den Laternenrahmen am Tender angedeutet. Für die roten Lichter benötigen wir zwei rote 3 mm Standard-LEDs, die beiden Vorwiderstände 1 Kilo-Ohm und ein Stück gelochte Rasterplatine. Die beiden weißen Punkte werden wieder mit einem 3-mm-Bohrer durchbohrt. Das dritte Licht oben lassen wir unberücksichtigt. Es kann so bleiben wie es ist. Da die vordere Beleuchtung ständig brennt und konstruktionsmäßig nicht in den Digital-Dekoder einbezogen werden kann, werden wir das hintere rote Licht entsprechend anpassen. Es wird also wie das vordere Licht ständig brennen. Selbstverständlich kann man es auch über den Dekoder im Tender anschließen. Dann ist es zuschaltbar. Da dieses Modell über keine Kupplung an der Vorderseite verfügt, wird es auch im Modellbahnbetrieb überwiegend in Vorwärtsfahrt eingesetzt.