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Einstellung von Rocrail für den Pendelzug

Im Folgenden wird der Text besonders in der weiterführenden PDF-Anleitung etwas trocken in der Darstellung. Ich möchte also unbedingt versuchen, mich relativ einfach und verständlich auszudrücken. Die Grundeinstellung von Rocrail braucht auch nur einmal erledigt werden. Den späteren Automatik-Betrieb einzuschalten sind nur zwei Handgriffe. Fangen wir also an:

Vorher muss ich noch erwähnen, dass mir zurzeit für den angeschlossenen Gleismelder der Firma Roco nur 8 Anschlüsse zur Verfügung stehen. Sie haben die Adressen 1 bis 8 und sind ab Werk voreingestellt. Wir brauchen also hier nicht weiter einzuwirken. Entsprechend sind im Gleisbild 8 Reed-Kontakte verlegt, für jede Adresse also einen. Da wie bereits erwähnt, jeder Block aus zwei Meldern besteht, gibt es insgesamt vier Blöcke.

Die Blöcke heißen: BK1 und BK2 sowie BK7 und BK8. Die Gleismelder haben die Bezeichnungen wie die Digital-Adressen 1 bis 8: GM1, GM2 und GM3, GM4 sowie GM5, GM6 und GM7, GM8. Die BK und GM müssen in Rocrail eingestellt und verknüpft werden. An dieser Stelle wird es jetzt Zeit, sich mit dem bereits erwähnten PDF zu befassen. Die PDF-Anleitung bietet umfangreiche Abbildungen und Möglichkeiten, die ich hier auf der Homepage aus Platzgründen nicht darstellen möchte. Es empfiehlt sich also diese PDF-Anleitung zu studieren. Man kann das PDF HIER öffnen oder herunterladen.

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Allgemeines

In den letzten Jahren hat sich die digitale Steuerung der Modellbahn am Markt durchgesetzt. Jeder Modellbahner hat sich irgendwie schon damit beschäftigt. In meinem folgenden Bericht möchte ich die Modellbahnsteuerung über einem Computer mit der freien Software Rocrail darstellen. Im Gegensatz zu den sonst üblich teuren digitalen Elementen braucht ein Computer nur ein Interface für den Anschluss der Modellbahn und eine Steuersoftware. Am Markt gibt es verschiedene Programme, die im Prinzip alle den gleichen Zweck erfüllen. Manche sind teuer, andere kompliziert zu bedienen. Mein Interface ist von dem Modellbahn-Hersteller Roco und nennt sich Rocomotion. Die beiliegende Software ist eine abgespeckte Software des TrainController von Freiwald-Software. Im Gegensatz zum kostenpflichtigen TrainController liegt Rocomotion dem Interface bei und lässt sich auch nur mit diesem verwenden.

Ende 2011 habe ich meine Modellbahnanlage von Rocomotion auf das freie Rocrail umgestellt. Rocrail ist kostenlos und unterstützt nahezu alle am Markt befindlichen Interface-Produkte. Auch mein Roco 10785 wurde damit ohne Probleme abgedeckt. Neuerdings verwende ich für diesen Zweck eine Roco z21. Rocrail ist ein mächtiges Werkzeug und nach Einarbeitung lassen sich alle Wünsche des Modellbahners über automatische Funktionen erfüllen. Näheres über das gesamte Rocrail-System lässt sich auf der Rocrail-Homepage erfahren. Hier sind auch die Downloads für Windows, Apple-Rechner und Linux verfügbar. Gegen eine Spende von 10 Euro lässt sich eine uneingeschränkte, zusätzliche App für Smartphone und Tablet einrichten.


Rocrail-Steuerung

An dieser Stelle möchte ich nicht eine Abhandlung über die Möglichkeiten von Rocrail aufzählen. Dazu kann man die Wiki des Programms besser verwenden. Hier soll der Schwerpunkt auf die Einrichtung einer kleinen Modellbahnanlage mit Pendelzugsteuerung liegen. Wie an anderer Stelle erwähnt, sind meine momentanen Modellbahnaktivitäten aus Platzgründen von eingeschränkter Natur. Trotz allem kann man mit der im folgenden vorgestellten Modellbahn einen befriedigenden Eisenbahn-Verkehr darstellen. Das Rangieren von Zügen hat hier die erste Priorität und die automatische Pendelzugsteuerung ist eine willkommene Gelegenheit den Fahrbetrieb zu erweitern. Wer kann schon mehr als zwei Züge gleichzeitig überwachen? Der Computer kann einem diese Funktion recht gut abnehmen. Dann bleibt zusätzlich genug Spielraum, andere Züge manuell zu betätigen.

An dieser Stelle möchte ich kurz die Gegebenheiten und den Gleisplan meiner kleinen Anlage darstellen. Eine genaue Anleitung ist in enem gesonderten PDF dargestellt. Dieses kann man HIER oder auf der Downloadseite herunterladen. Das folgende Bild zeigt den kompletten Gleisplan als Bildschirmfoto mit Rocrail:





Die Darstellung des Gleisplanes ist natürlich nur stilistisch im Stil eines Funktions-Stellwerks. Die Modellbahn ist 400 cm breit und mit den 6 Gleisen auf einem 40 cm schmalen Regalbrett aufgebaut. Der rechte Schenkel hat nur eine Tiefe von 20 cm für drei Gleise und ist 210 cm lang. Die Regalbretter hängen an einem steckbaren Regalsystem in einer Höhe von ca. 125 cm. Dadurch steht in jeder Lage ein ausgezeichneter Sichtbereich zur Verfügung. Ohne sich groß zu bücken, kann man sehr gut mit allen Modellbahnteilen bequem hantieren. Unterhalb der Fahrfläche steht mein Computer und andere Funktionsteile auf einem normalen Schrank in Schreibtischhöhe. Siehe auch die Fotos auf dieser Seite.

Laut obigen Plan lassen sich zwei unabhängige Pendelzugbetriebe sofort einrichten. Da kein geschlossener Kreis besteht, fährt Zug 1 von Block 1 über die hinten liegende Strecke zu Block 2. Nach einem Aufenthalt von ca. 10 Sekunden fährt der Zug wieder automatisch zurück. Zug 2 kann im gleichem Stil von Block 7 nach Block 8 pendeln. Alternativ kann man selbstverständlich auch von Block 1 nach Block 8 einen Zug auf die Reise schicken. Die beiden Weichen schalten dann automatisch und stellen sich auf die neue Strecke ein. Diese Möglichkeit besteht auch von Block 7 nach Block 2.

Um die Automatik wirken zu lassen, besteht jeder Block aus zwei Gleismeldern. Siehe folgendes Bild. Die Lok fährt am Prellbock los und aktiviert den Melder GM1. Das ist der Blockeingang (in Rocrail ist die Bezeichnung „enter“). Der Blockausgang GM2 (in Rocral „in“) wird dann betätigt. Danach erfolgt die Fahrt über die Strecke bis zum Eingangmelder GM3 des Blocks 2. Die Lok wird abgebremst und kommt nach Aktivierung des Melders GM4 zum stehen. Nach 10 Sekunden polt sich die ganze Geschichte um, GM 4 wird dann zum Eingangsmelder usw. und die Fahrt erfolgt zurück.
Peter Neise Online
Hobby und Freizeit - Modellbahn
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Block 1
Zug 1
Block 7
Block 8
Zug 2
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Modellbahnsteuerung am Computer mit Rocrail
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Block 2
In meiner kleinen Anlage bestehen die Gleismelder aus kleinen Reed-Kontakten welche längs in Fahrtrichtung verlegt wurden. Zur Schaltung wird unter der verwendeten Lokomotive ein kleiner Magnet angebracht. Befinden sich Waggons an der Lokomotive, bekommt der letzte Wagen auch ein Magnet. Hierbei ist zu beachten, dass der Zug insgesamt nicht länger als der Abstand zwischen GM 1 und GM 2 sein darf. Der Abstand dieser Melder beträgt ca. 1 Meter. Der Zug darf dann maximal 90 cm sein. Dieses muss aber auch mit dem Anhalteweg zwischen Melder und Prellbock passen. Dieses betrifft aber nur die Seite, welche vom letzten Waggon betätigt wird. Also der Abstand zwischen Prellbock und GM1 beträgt auch ca. 1 Meter. Läuft die Lok langsam aus, muss der Abstand noch erweitert werden. Selbstverständlich kann über den Lokdekoder das Bremsverhalten jeder Lok entsprechend angepasst werden.

Weiterhin ist neben den automatischen Betrieb, auch ein komplett manueller Betrieb möglich. Dann reagieren die Melder auf das Geschehen nicht. Alle Weichen lassen sich mit der Computermaus auf den Gleisplan anklicken und umschalten. Ein halbautomtischer Betrieb ist auch möglich. Man stellt die Weichenstraße von den mittleren Gleisen ohne den eingezeichneten Blöcken manuell ein und schickt den Zug auf die Reise. Dieser wird dann im Block 2 oder 8 automatisch stehen bleiben, bis er manuell zurück gefahren wird.

eingestellt
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